KNALLHART KREATIV:

Filmworkshop Neukoelln


Einfuehrung in die Grundlagen der Filmproduktion


Projektdauer: ......... Maerz - November 2007
Projektleitung: ........ Ira Hadzic und Almir Mustafic
Veranstaltungsort: ... Meereshund Studio, Friedelstrasse 17, 12047 Berlin



Der Filmworkshop Neukoelln bezog sich in erster Linie auf das aktuelle Medienbild von Neukoelln, das sich zum Beispiel in Filmen wie 'Knallhart' und Berichten wie 'Ruetli' festgefahren hat. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, wurde im Laufe des Workshops eine Projektionsflaeche fuer kreative filmische Einfaelle geboten. Durch Selbstgestaltung hatten die Teilnehmer die Moeglichkeit, ihre eigene Interpretation der individuell ausgewaehlten Themen nach aussen zu kommunizieren.

Der Hauptschwerpunkt des Projekts war die Produktion eigener Kurzfilme (max. 10 Min. Laenge). Anhand der jeweiligen Themen wurde den gesamten Produktionsprozess eines Films durchlaufen:
Filmanalyse, Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt sowie Postproduktion.

Wichtigste Ziele des Workshops waren:
Erlernen neuer Faehigkeiten durch konzeptionelle Arbeit und produktions-technische Durchfuehrung des Projekts;
Positive / kreative Gestaltung der Freizeit und Aufwertung des Kiezes;
Neuentdeckung des eigenen Wohnraums durch den Kamerablick;
Kritische Betrachtung der Medienbilder / Medienreflexion;
Foerderung der Berufswahl in der Film- und Medienbranche.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Landes Berlin und des Europaeischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

The OGROSEN Goats

The Ogrosen Goats ist ein Musikvideo mit dem Ziel eine Stadt-Land-Verbindung zu visualisieren. Hier 'rappen' Ogrosener Landziegen auf den Song der Hip-Hop Band aus Philadelphia namens The Goats.
"Das Video ist eine Erinnerung an einen Neukoellner-Filmworkshop-Sommer und verbindet meinen 'Ausstieg' aus der heilen Biowelt mit den Einblicken in die Kreuzberger Hip-Hop Szene" (B.P.).
Wenn man die Verbindung weiterdenkt oder gar umkehrt, entsteht folgendes Bild: Dann fuehre jeder 'Ghetto-Gangster' anstelle eines Pit Bulls, eine Ziege an einem silbernen Halsband durch die Strassen Kreuzbergs.
Denn... wie heisst es so schoen: no goats no glory!

Idee, Regie, Kamera: Britta Pichler




Traeume aus dem Kiez

Featuring Sido & B-Tight, 'Jack & Bob', Muji (K.I.Z.), ...


Was gehoert dazu, um ein erfolgreicher RapStar zu werden? Mindestens zwei Dinge: Traeumen und Selbstinszenierung! Im legendaeren 'Ghetto' Kreuzberg 36 geht's zur Sache... Die jungen Kreuzbergianer verlassen fuer einen Moment ihren 'Platz des Migrationshintergrunds' und zeigen was fuer sie wirklich zaehlt: Musik. Und - wer haette das gedacht - Ruhm. Traeume aus dem Kiez ist ein Film ueber Musik und Musiker, die den Traum vom grossen Star leben und die, die an dessen Schwelle stehen.

Idee & Regie:
Kamera:
Afro Hesse
Afro Hesse & Britta Pichler




Neukoelln nach der Arbeit

ein Film ueber Alltag und Feierabend


Sechs Menschen , zwischen jung und alt, mit deutschen, tuerkischen, arabischen und kamerunischen Wurzeln erzaehlen von ihrem Alltag in Neukoelln - was Arbeit bedeutet, wofuer der Feierabend steht und davon, warum Neukoelln liebenswert ist. Begleitet werden die Interviews von den Beobachtungen zweier Neu-Neukoellnerinnen, die ein Stueck Normalitaet und Aussergewoehnlichkeit dieses Stadtteils mit dem Kamerablick einfangen.

Idee & Regie:
Kamera:
Alina Kokoschka
Britta Pichler





Tavla

Die Wuerfel sind gefallen


Der Kurzfilm "Tavla - Die Wuerfel sind gefallen" reflektiert eine Dreierbeziehung. Ungefaehr so: "In die war ich mal sogar verschossen. Der Arsch da drueben hat sie bekommen. Hat sie geschwaengert und jetzt weiss er nicht, wie er aus der Sache rauskommen soll. Hat die Hosen voll, fuerchtet um seine Freiheit. Will nicht Verantwortung uebernehmen, hat aber keinen Mumm, einen Schlussstrich zu ziehen. Meint, sie sei bestimmt besser dran ohne ihn" (Zitat aus dem Film).

Idee & Regie:
Kamera:
Hamit Oezbeck
Britta Pichler




Ueber Leben und Tod


Der Ausgangspunkt fuer die Doku "Ueber Leben und Tod" ist das autobiographische Erlebnis des Selbstmordes einer Freundin der Regisseurin. In den Interviews mit den Betroffenen werden Fragen aufgeworfen, die sich mit der menschlichen Existenz, Lebensqualitaet und dem Tod beschaeftigen. Aesthetische Naturaufnahmen untermalen das Nachdenken: Sie fangen Schoenheit, Leben und die Gegensaetze von Werden und Vergehen ein und werfen somit den Aspekt der Zeit in den Raum.

Idee, Regie, Kamera: Irena Katadzic